Die (spezifischen) personal- und organisationsökonomischen Forschungsprojekte des Lehrstuhls zeigen auf, dass Ökonomie weniger durch einen wie auch immer abgegrenzten Gegenstandsbereich, sondern vielmehr durch eine spezifische Vorgehensweise bei der Analyse wirtschaftlicher, aber mitunter auch „unökonomischer“ Fragestellungen charakterisiert ist. So eignen sich beispielsweise die aus dem professionellen (Mannschafts)-Sport, der Fernseh-industrie und des Hochschulmanagements gewonnene Daten aufgrund ihrer Komplexität reduzierenden Eigenschaft besonders gut, bestimmte Verhaltensweisen – beispielsweise aufgrund einer geänderten Anreizstruktur  – von Individuen und korporativen Akteuren zu analysieren. In diesem Kontext bearbeiten die Mitarbeiter des Lehrstuhls Forschungsprojekte zu Fragen der Anreizwirkung leistungsabhängiger Entgelte in ausgewählten Sportarten, dem Zusammenhang der Teamstruktur auf den Erfolg von Himalaja-Expeditionen sowie dem Einfluss der Publikationsqualität von Wirtschafts- wissenschaftler auf die Güte ihrer Konjunkturprognosen. Da wir uns als Vertreter einer „angewandten Ökonomie“ verstehen, legen wir stets großen Wert auf die Verknüpfung von theoretischer Analyse und empirischer Überprüfung. Die anwendungsorientierte Vermittlung der dafür erforderlichen Kompetenzen im BA- wie auch im MA-Stu­diengang ist uns ein großes Anliegen, weil das Hauptziel der Betriebswirtschaftslehre - die Formulierung konkreter und zugleich umsetzbarer Handlungs­empfeh­lungen - ansonsten nicht realisiert werden kann.